

Gyalwa Karmapa Trinle Thaye Dorje ist das spirituelle Oberhaupt der Karma Kagyü Schule, einer der Hauptschulen des tibetischen Buddhismus.
Er wurde 1983 in Lhasa in Tibet geboren. Schon von klein auf erhielt er durch seinen Vater Mipham Rinpoche, der selbst ein großer Meditationsmeister ist, eine traditionelle buddhistische Schulung. 1994 gelang der Familie die Flucht aus dem von China besetzten Land. In Indien angelangt, wurde er von Schamar Rinpoche als Wiedergeburt des Karmapa anerkannt. In Indien erhielt er und erhält bis heute von Meistern aller tibetischen Schulen eine umfassende Übertragung der Lehren Buddhas. Darüber hinaus hat er auch eine Ausbildung in modernen Themen bekommen, wie zum Beispiel eine Einführung in die westliche Philosophie von Prof. Harry Pemberton.
Seit 1999 besucht Gyalwa Karmapa regelmäßig buddhistische Zentren in Europa, Asien und Amerika, wo er zumeist in Englisch lehrt.
Seine direkte Art, die Lehren Buddhas in unserem Kontext zu lehren, ist sehr humorvoll und dynamisch, wodurch er zu einer Brücke zwischen der 2500 Jahre alten Tradition und der westlichen Welt wird.
Der Name Karmapa bedeutet "Aktivität aller Buddhas" und so werden die Karmapas traditionell als Verkörperung des Mitgefühls aller Buddhas angesehen.
Mehr Infos: www.karmapa.org

Die Shamarpas zählen zu den wichtigsten Haltern der Lehren des tibetischen Buddhismus.
Künsig Shamar Rinpoche ist nach Karmapa der höchste Lehrer in der Karma Kagyü Linie. Die Inkarnationslinie der Shamarpas geht auf das 13. Jahrhundert zurück und zählt somit zu den ältesten Tibets.
Der jetzige, 14. Shamarpa, Mipham Chökyi Lodrö, wurde 1952 im osttibetischen Derge geboren. Im Alter von sechs Jahren kam er zum 16. Gyalwa Karmapa in dessen Kloster Tsurphu in Zentraltibet. Schon bald darauf, im Jahr 1959, flüchtete er im Gefolge des Karmapa nach Sikkim. Bis 1979 erhielt Shamar Rinpoche unter der Obhut des 16. Gyalwa Karmapa eine umfassende Ausbildung in buddhistischer Philosophie und Meditation. Er erhielt von Karmapa alle Übertragungen der Kagyü Linie und wurde von diesem als sein Linienhalter eingesetzt.
Mehr Infos: www.shamarpa.org

Gendün Rinpotsche (1918 - 1997) war ein großer Meditationsmeister der Kagyü Schule. Er kam 1975 auf Wunsch des 16. Gyalwa Karmapa nach Europa und blieb hier bis zu seinem Tode, ohne auch nur einmal nach Indien oder Tibet zurückzukehren. Während dieser Zeit lehrte er den Dharma in nahezu allen westeuropäischen Ländern.
In Frankreich baute er in der Dordogne das Zentrum Dhagpo Kagyü Ling auf und gründete in der Auvergne acht Dreijahresklausur-Zentren, zwei Langzeitklausur-Zentren (12 Jahre und mehr) sowie ein Mönchs- und ein Nonnenkloster.

Dharmalehrer Töndrup kam im Alter von 20 Jahren auf einer Indienreise zum ersten Mal in Kontakt mit den Lehren Buddhas. Kurz darauf wurde er Schüler des Meditationsmeisters Gendün Rinpoche und hat seiner Inspiration folgend an zwei aufeinanderfolgenden dreijährigen Zurückziehungen teil- genommen. Er lebt seit einiger Zeit in München und teilt seine Zeit zwischen Studium und Unterrichtsreisen auf.
